Ottberger Pfadfinder erleben Geschichte hautnah

Überall gibt es Neues zu entdecken. Aber auch etwas Vergangenes kann für viele etwas Neues sein.
So machten wir uns, die Wölflinge und Jungpfadfinder der DPSG Ottbergen am 14. Mai auf, um den alten Tunnel beim Sprung zu erkunden.
Die älteren Bewohner von Ottbergen ist dieser tragische Ort und seine Geschichte wohl bekannt. Aber die jüngere Generation weiß nur noch wenig darüber.
Durch den Tunnel fließt der Mühlbach, der für Ottbergen sehr wichtig war. Bereits früh hatte die ehemalige Papiermühle (über 400 Jahre alt) Wasserrechte zur Nutzung der Wasserkraft. Außerdem lieferte der Bach lange Zeit sauberes Wasser für die zentrale Wasserversorgung. Alte Rohrleitungen sind teilweise noch zu sehen.

Was verwandelte diesen Ort zu einem tragischen Ort?
Der schreckliche 2. Weltkrieg tobte und immer wieder war Ottbergen als strategischer Eisenbahnpunkt Ziel von Luftangriffen.
Luftalarm – die Menschen flüchteten in ihre Keller und auch in den Tunnel. Bomben fielen und trafen den Tunnel und viele Häuser.
Alle 65 Menschen die im Tunnel Zuflucht gesucht hatten waren sofort tot oder ertranken jämmerlich durch steigendes Wasser. Weitere 25 Menschen starben bei diesem Angriff in ihren Häusern.
Auf dem Ottberger Friedhof sind die Gräber noch als Mahnung zu sehen.
Ein besonderer Dank gilt Herrn Josef Lüke, der uns als Zeitzeuge, auf der Expedition begleitet hat und uns einiges erzählen konnte.
Beten wir, das es nie wieder Krieg gibt und setzen uns für den Frieden ein.

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